Lucid Dreaming – Alles über den Klartraum

Lucid Dreaming

Einmal kurz die Welt retten oder wie ein Vogel durch die Luft fliegen? Mit Lucid Dreaming hast du das Zepter deiner Traumhandlung in der Hand und kannst aktiv beeinflussen, was genau du alles erlebst. Klingt spannend? Lucid-Dreaming-Episoden sind gar nicht mal so selten. Wir stellen dir den Klartraum vor!

1. Lucid Dreaming einfach erklärt
2. Wie häufig kommt Lucid Dreaming vor?
3. Haben Klarträume positive oder negative Effekte?
4. Kann man Klarträumen erlernen?

Lucid Dreaming einfach erklärt

Hand aufs Herz, wer von uns hat nicht schon einmal darüber fantasiert, die Handlung der eigenen Träume nach Belieben steuern zu können? Was zu gut klingt, um wahr zu sein, wird mit Lucid Dreaming zur realen Möglichkeit. Wer den außergewöhnlichen Zustand des luziden Träumens erreicht, ist sich darüber im Klaren, dass er träumt. Diese Erkenntnis kann beispielsweise durch ein Ereignis im Traum ausgelöst werden, das in der Realität unmöglich wäre. Mit dem Bewusstsein zu träumen verfolgt der Schafende die Handlung des Traumes quasi wie im Wachzustand und kann den Ablauf innerhalb gewisser Grenzen nach den eigenen Wünschen gestalten. So kannst du dir zum Beispiel Superkräfte zulegen oder dich im Traum in dein Lieblingstier verwandeln. Im Unterschied zum Tagtraum fühlt sich Lucid Dreaming unglaublich real an, dem Schlafenden erscheint der Traum als „klar“ – daher die alternative Bezeichnung „Klartraum“.

Wie häufig kommt Lucid Dreaming vor?

Klartraum steuernWie viele Menschen bereits Erfahrungen mit Lucid Dreaming gemacht haben, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Das spannende Phänomen findet zwar rege Beachtung in der Wissenschaft, aber durch die unterschiedliche Auswahl der Probanden und verschiedene Klartraumdefinitionen kommen die Studien zu teils sehr unterschiedlichen Ergebnissen und bilden hohe Schwankungen ab. Schätzungsweise erlebt mehr als die Hälfte aller Erwachsenen mindestens ein Mal im Jahr einen Klartraum.

Haben Klarträume positive oder negative Effekte?

Schlafforscher haben das Potenzial von Lucid Dreaming längst erkannt. Alpträume können so gezielt in ein positives Traumgeschehen umgewandelt werden. Das fördert die mentale Erholung im Schaf. Außerdem eröffnen sich durch luzides Träumen weitere Möglichkeiten, den Schlaf effektiver zu nutzen. Wenn einige Menschen die Handlung ihres Traumes aktiv gestalten können, wäre es dann nicht auch möglich, bestimmte Fähigkeiten im Schlaf gezielt zu trainieren? Zum Lernen durch Lucid Dreaming und den Erfolgsaussichten der nächtlichen Trainingseinheiten werden verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt, die vielversprechende Tendenzen erkennen lassen. Um klare Aussagen treffen zu können, ist allerdings noch weitere Forschungsarbeit auf dem Gebiet des Klartraums nötig.

Kann man Klarträumen erlernen?

Fantasiebegabte Menschen scheinen häufiger als andere zum luziden Träumen zu neigen. Klartraumforscher gehen aber davon aus, dass prinzipiell jeder dazu in der Lage ist, Lucid Dreaming zu erlernen. Ein einfaches Hilfsmittel dafür ist das Führen eines Traumtagebuchs, um die Traumerinnerung so zu verbessern, dass die eigenen Träume immer häufiger im Gedächtnis bleiben. Am besten legst du dir dein Traumtagebuch griffbereit in die Nähe deines Kopfkissens und führst es gewissenhaft. Alle Menschen träumen nachts nämlich – allerdings erinnern sich die wenigsten am nächsten Morgen an den genauen Inhalt.

Lucid Dreaming erlernen

Eine beliebte Methode, die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum zu erhöhen, ist das Durchführen von Realitätschecks. Das funktioniert ganz ähnlich wie der berühmte Kreisel aus dem Film „Inception“, der sich im Traum immer weiterdreht. Was passiert beispielsweise, wenn du in die Luft springst? Schläfst du, ist hiermit häufig ein Schwebezustand verknüpft, während du im Wachzustand unmittelbar auf der gleichen Stelle landest. Das Unterbewusstsein gewöhnt sich an solche Realitätschecks und du kannst sie irgendwann wie selbstverständlich in deinen Träumen anwenden und so herausfinden, ob du gerade träumst.

Als weiteres effektives Hilfsmittel, um Lucid Dreaming einzuleiten, hat sich die sogenannte MILD-Technik nach Stephen LaBerge bewährt. Dafür solltest du jeden Abend vor dem Schlafengehen folgendes Mantra im Kopf wiederholen: „Das nächste Mal, wenn ich träume, werde ich daran denken, zu erkennen, dass ich träume.“ Besonders erfolgsversprechend ist diese Methode, wenn sie in einer kurzen Wachphase zwischen den einzelnen Schlafphasen angewandt wird, die im Idealfall weniger als 5 Minuten dauert. Du solltest also schnell wieder einschlafen. Bleibst du nämlich zu lange wach, verpufft der Effekt des Mantras.

So schön Klarträume auch sein können, du brauchst nicht enttäuscht zu sein, wenn das Lucid Dreaming bei dir nicht klappt. Denn „normale“ Träume sind auch toll – und die Hauptsache ist ohnehin, dass du deinen Schlaf ganz entspannt genießt! 😊

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