Was passiert eigentlich im Schlaf mit uns?

Was passiert im Schlaf

Was passiert eigentlich im Schlaf? Hast du dir diese Frage auch schon einmal gestellt? Bestimmt hast du schon von unterschiedlichen Schlafphasen gehört und klar, dass wir im Schlaf träumen, weiß man auch. Aber was steckt genau hinter dem Phänomen Schlaf? Wir gehen der Sache auf den Grund!

Die Schlafphasen

Unser Körper ist alles andere als untätig, während wir schlafen. Nach dem Einschlafen wechseln sich unterschiedlich lange Tiefschlafphasen und Traumphasen ab. In den Schlafphasen passieren im Körper verschiedene Dinge. Zum Beispiel verarbeitet dein Gehirn die neuesten Ereignisse und die Wirbelsäule erholt sich von den Belastungen des Tages – wenn du eine gute Matratze hast, die eine erholsame Liegeposition ermöglicht. Alles, was im Schlaf passiert, trägt entscheidend zur Erholung von Körper und Geist bei. Im Folgenden erfahrt ihr mehr über die verschiedenen Schlafphasen:

Was passiert in der Einschlafphase?

Vielleicht habt ihr vom „Schlafhormon“ Melatonin schon einmal gehört. Das wird im Gehirn freigesetzt, wenn unser Körper Erholung braucht oder die Stoffwechselprodukte, die sich über Tag angehäuft haben, abgebaut werden müssen. Dunkelheit regt die Melatonin-Produktion ebenfalls an – deshalb macht auch der Mangel an Tageslicht im Winter oft müde. Das Melatonin im Blut sorgt dafür, dass sich der Körper auf den Schlaf einstellt. Dazu nimmt die Herzfrequenz ab, Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Die Atmung wird flacher und regelmäßig, während sich die Muskeln entspannen. Das Einschlafen dauert etwa zwischen fünf und dreißig Minuten. Könnt ihr euch an den Moment des Einschlafens erinnern? Nein? Das ist ganz normal, denn das Gehirn setzt chemische Substanzen frei, die unser Bewusstsein innerhalb von Sekundenbruchteilen abschalten. Das Einschlafen nehmen wir also nicht bewusst wahr.

Was passiert im Tiefschlaf?

Für die Regeneration des Körpers ist der Tiefschlaf besonders wichtig. Während wir tief und fest schlafen, ist das Immunsystem aktiv dabei, Viren und Bakterien zu bekämpfen. Auch beschädigte Zellen werden im Körper während dieser Schlafphase repariert.

In den Tiefschlafphasen schüttet unser Körper außerdem Hormone aus, die für unser Wachstum und unsere Entwicklung wichtig sind. Diese Hormone sind zum Beispiel für die Regeneration der Körperzellen und für den Muskelaufbau zuständig. Gerade für Kinder ist ausreichend Schlaf deshalb so wichtig. Auch für das Gehirn ist der Tiefschlaf von großer Bedeutung. Erlebnisse und Erlerntes werden während dieser Phase ins Langzeitgedächtnis übertragen. Nach dem Vokabellernen eine Runde Schlafen ist also vielleicht gar nicht so verkehrt. 😉

Übrigens: Wusstest du, dass das Phänomen Schlafwandeln in der Tiefschlafphase passiert? Man lebt dabei also keinen Traum aus, sondern wacht nur unvollständig aus dem Tiefschlaf aus und setzt sich im Bett auf oder führt sogar Handlungen aus.

Was passiert im Traumschlaf?

Nach etwa einer Stunde folgt die erste Traumphase. Unser Körper ist in dieser Phase ganz schön aktiv: Während der sogenannten REM-Phase (Rapid Eye Movement) bewegen sich die Augen unter den Lidern schnell hin und her, die Herzfrequenz schwankt und der Blutdruck steigt. Das Gehirn verarbeitet im Traum die Ereignisse des Tages. Die erste Traumphase dauert nur etwa zehn Minuten, im Laufe der Nacht werden die Traumphasen aber länger. Die letzte Traumphase dauert sogar bis zu einer Stunde. In der zweiten Nachthälfte haben wir oft ungewöhnliche, bizarre Träume. Hier entfaltet sich deine Fantasie, sodass die merkwürdigsten Träume zustande kommen. Das kennst du bestimmt auch, oder?

Wieso wacht man nachts auf?

Nachts aufwachen – wer kennt das nicht? Im Grunde macht unser Körper das zu unserer Sicherheit. Unsere Sinne sind auch während wir schlafen aktiv. Damit wir ruhig schlafen können, filtert der Thalamus in unserem Gehirn die wahrgenommenen Reize. Nur extrem hohe oder ungewohnte Reize, wie etwa laute Geräusche, lässt der Thalamus ins Bewusstsein dringen, wodurch wir aufwachen. So sorgt das Gehirn dafür, dass wir Gefahrensituationen nicht einfach verschlafen.

Bei Eltern kommt noch ein anderer Aspekt hinzu. Die Geräusche des Nachwuchses sind mit starken Emotionen verknüpft. Die Schwelle für solche Reize ist dadurch sehr niedrig. Daher wachen Eltern auch dann auf, wenn ihr Baby nur leise weint.

Abnehmen im Schlaf?

Schlank im Schlaf – das wäre traumhaft! Und ist gar nicht so weit hergeholt. Denn während wir schlafen, sind Verdauung und Stoffwechsel aktiv. Hier kommen die Hormone Leptin und Ghrelin zum Einsatz. Leptin steuert das Sättigungsgefühl und steigert in hoher Konzentration den Energieverbrauch. Ghrelin regelt unseren Appetit und unser Hungergefühl. Bei Schlafstörungen wird weniger Leptin ausgeschüttet, während die Ghrelin-Produktion zunimmt. Dadurch erzeugen Schlafstörungen mehr Hunger und du nimmst mehr Nahrung zu dir, als der Körper eigentlich benötigt. Langfristig kann das zur Gewichtszunahme führen.

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