Unsere innere Uhr: Woher der Körper weiß, wieviel Uhr es ist

innere Uhr

Während sich der Morgenmuffel morgens noch aus dem Bett quält, ist der Frühaufsteher bereits wach und bereitet sich für den vor ihm liegendem Tag vor. Manch einer liegt auch irgendwo dazwischen, weder Langschläfer noch Frühaufsteher. Doch woher kommt das eigentlich und lässt sich dieses Verhalten beeinflussen? Die Antwort ist unsere innere Uhr. Nach welchen Phänomenen sie sich orientiert und was genau diese innere Uhr überhaupt ist, klären wir jetzt!

Die innere Uhr

Um genau zu sein, handelt es sich nicht um eine innere Uhr, sondern um viele verschiedene kleine innere Uhren. Diese tauschen untereinander die unterschiedlichsten Informationen aus und sorgen dafür, dass wir zur Nachteule oder zum Early Bird werden. Hierbei spielen Faktoren wie Tageslicht, Hormone, regelmäßige Verhaltensweisen und andere Dinge eine große Rolle. Die Sonne spielt hierbei einen der größten Faktoren. Unsere Augen reagieren sehr empfindlich auf unterschiedliche Lichtintensität. Somit können sie unserer inneren Uhr signalisieren, ob es Tag oder Nacht ist. Wenn es draußen Dunkel ist wird zusätzlich das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet, das dazu führt, dass wir müde werden. Durch künstliches Licht und Rollos tricksen wir unsere innere Uhr aber oftmals aus.

Warum haben wir eine innere Uhr?

Früher war es sehr sinnvoll, dass unser Körper bei Nacht müde wurde. Schließlich konnte man ohne Licht keine Arbeiten erledigen und lief Gefahr sich zu verletzen oder wilde Tiere zu übersehen. Doch heute ist es dank der Elektrizität natürlich anders. Trotzdem funktioniert unser Körper noch wie früher. Das merkt man besonders in den dunklen Jahreszeiten wie Herbst und Winter. Oftmals fühlt man sich in diesen Monaten müde und schlapp. Dies lässt sich unteranderem durch die vermehrte Bildung von Melatonin erklären, da es in diesem Zeitraum deutlich weniger Sonnenstunden gibt und früher dunkel wird.

Unsere Gewohnheiten und die innere Uhr

Doch nicht nur Instinkte und Hormone beeinflussen unsere innere Uhr. Gewohnheiten spielen eine sehr große Rolle! Wenn man unter der Woche jeden Tag zur gleichen Zeit aufsteht, merkt sich der Körper das. Er passt seinen Schlafrhythmus an und wacht automatisch zum selben Zeitpunkt auf. Das merkt man besonders deutlich am Wochenende, wenn man eigentlich ausschlafen will und plötzlich um 7:00h hellwach im Bett liegt. Es lässt sich also bis zu einem gewissen Grad antrainieren ein Frühaufsteher zu werden. Am besten probiert ihr es einfach mal aus und versucht sechs Wochen lang stets zur selben Zeit aufzustehen. Auch wenn es einem an Anfang schwer fällt, gewöhnt man sich mit der Zeit daran. Nach sechs Wochen sollte es aber bereits zu Gewohnheit geworden sein. So lange braucht der Körper nämlich, um sich an neue Umstände zu gewöhnen!

Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen mit der inneren Uhr! Seid ihr eher Early Bird oder doch eher Nachteule?

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