Sagt den Hausstaubmilben den Kampf an – Tipps für ein reines Bett

13. August 2021

Sie sind so winzig, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, können aber trotzdem großen Ärger verursachen: Hausstaubmilben. Leidest du auch unter einer Hausstauballergie? Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dein Bett und dein Schlafzimmer rein halten, um möglichst ruhigen Schlaf zu genießen.

Was sind Hausstaubmilben?

Beinahe jeder hat schon einmal von Hausstaubmilben gehört, aber weißt du, was für Tierchen das genau sind? Die Hausstaubmilbe zählt zu den Spinnentieren und wird lediglich 0,1 bis 0,5 mm „groß“. Daher sind die winzigen Tiere erst unter einem Mikroskop erkennbar. Die Lebensdauer einer Milbe beträgt etwa einen Monat. Bei sehr guten Bedingungen – etwa hoher Luftfeuchtigkeit und viel Wärme – können Hausstaubmilben aber sogar bis zu 100 Tage alt werden. Als Nahrung dienen Schimmelpilze und vor allem Hautschuppen. Daher mögen Milben Möbel und besonders Betten so gerne: hier verliert der Mensch Hautpartikel und noch dazu herrscht ein warmes Klima. Auch, wenn es keine schöne Vorstellung ist, dass wir unser Bett mit Milben teilen, sind diese grundsätzlich ungefährlich für den Menschen. Nur bei Menschen mit einer Allergie gegen Hausstaubmilben treten körperliche Reaktionen auf.

Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Tatsächlich ist man bei einer Hausstaubmilbenallergie nicht gegen die Milben selbst, sondern deren Ausscheidungen allergisch. Diese sind im Hausstaub enthalten, weshalb man häufig einfach von einer Hausstauballergie spricht. Die Allergene sind zwar auch im Körper der Milben zu finden, hauptsächlich aber in deren Kot. Indem der Hausstaub aufgewirbelt wird, fliegt der Milbenkot durch die Luft und kann so in die Atemwege und auf die Schleimhäute der Augen gelangen. Bei Allergikern löst dies eine allergische Reaktion aus.

Die Symptome können je nach Person variieren, häufig ist die allergische Reaktion auf den Milbenkot aber mit folgenden Symptomen verbunden:

  • Niesanfälle
  • Verstopfte oder laufende Nase
  • Juckende oder tränende Augen
  • Atemprobleme und Asthma
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Juckreiz und Ausschlag auf der Haut

Wenn du die Vermutung hast, du könntest unter einer Hausstaubmilbenallergie leiden, solltest du beim Arzt einen Allergietest machen. So findest du heraus, ob tatsächlich die Milben verantwortlich sind für deine Beschwerden und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

Was kann man gegen Hausstaubmilben tun?

sauberes BettZunächst einmal: Hausstaubmilben gibt es in jedem Haushalt, sie sind also kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Hausstaubmilben leben – wie ihr Name vermuten lässt – im Hausstaub. Sie ernähren sich von Hautschuppen und Schimmelpilzen. Überall dort, wo Staub gut hängen bleiben kann, finden sich besonders viele Milben. Das sind zum Beispiel Teppiche, Polstermöbel – und Matratzen.

Gegen die unliebsamen Milben hilft vor allem eins: Bettwäsche und Matratzenbezug regelmäßig waschen. Also runter mit allen Bettbezügen und ab in die Waschmaschine! Damit die Milben abgetötet und ihre allergieauslösenden Ausscheidungen aus den Stoffen entfernt werden, solltest du die Wäsche bei mindestens 60 °C waschen.

Eine weitere Möglichkeit, um die Hausstaubmilben loszuwerden, ist Kälte. Auch die tötet die Milben ab. Allerdings müsstest du dein Bettzeug dafür mindestens 24 Stunden in die Kühltruhe legen. Dafür reicht der Platz meistens zwar nicht aus, die Lieblingskuscheltiere deiner Kinder kannst du auf diese Weise aber zum Beispiel ziemlich gut von Milben befreien.

Tipps im Kampf gegen Hausstaubmilben

Es gibt noch einige weitere Tipps, die dabei helfen, dass sich die Hausstaubmilben im Bett und in der Wohnung nicht zu stark vermehren.

Tipp #1 gegen Hausstaubmilben: Raumklima im Schlafzimmer

Da Milben warme, feuchte Temperaturen lieben, solltest du auf ein ausgeglichenes Raumklima im Schlafzimmer achten. Mehr als 18 °C sollte die Temperatur nicht betragen. Außerdem solltest du die Luftfeuchtigkeit nicht durch Luftbefeuchter erhöhen. Dadurch können sich leichter Schimmelpilze bilden, von denen sich die Hausstaubmilben ernähren.

Tipp #2 gegen Hausstaubmilben: Matratze austauschen

Auch atmungsaktive Matratzen oder das regelmäßige Waschen des Matratzenbezuges können nicht verhindern, dass sich mit der Zeit Milben darin sammeln. Aus hygienischen Gründen solltest du daher nach spätestens acht Jahren deine alte Matratze gegen eine neue Matratze austauschen.

Tipp #3 gegen Hausstaubmilben: Regelmäßig waschen

Denk daran, nicht nur die Bettbezüge zu waschen. Auch Bettdecke und Kopfkissen gehören alle drei Monate in die Waschmaschine. Bei Schlaraffia sind alle Matratzenbezüge abnehmbar, sodass du auch diese regelmäßig reinigen kannst.

Waschen gegen Hausstaubmilben

 

Tipp #4 gegen Hausstaubmilben: Ventilator und Co. sind tabu

Damit der Hausstaub nicht im Schlafzimmer und der kompletten Wohnung verteilt wird, solltest du darauf verzichten, Ventilatoren, Klimaanlagen oder Heizlüfter zu nutzen. Für ein angenehmes Raumklima empfiehlt sich eher tägliches Stoßlüften am Morgen und am Abend.

Tipp #5 gegen Hausstaubmilben: Mit Schlafanzug schlafen

Ein Schlafanzug wirkt wie eine zusätzliche Barriere zwischen den Milben in der Matratze und ihrer Nahrung. Hautschuppen und auch Schweiß werden vom Schlafanzug aufgefangen und landen nicht direkt auf dem Betttuch. Wichtig ist aber natürlich auch hier, dass du den Schlafanzug regelmäßig wäschst.

Tipp #6 gegen Hausstaubmilben: Auf offene Schränke verzichten

Wer unter einer Hausstauballergie leidet, greift im Schlafzimmer lieber auf geschlossene Schränke zurück. Ein großes, offenes Bücherregal oder ein offener Kleiderschrank sehen zwar toll aus, sind für Allergiker aber keine ideale Wahl. Auf offenen Flächen kann sich nämlich leichter Staub ansammeln, der die Milben im Raum verbreitet.

Tipp #7 gegen Hausstaubmilben: Glatte Böden und Polster

Wenn deine Hausstauballergie besonders stark ist, solltest du das bei der Wahl des Bodenbelags und der Polstermöbel berücksichtigen. Sofas und Sessel mit Lederbezug bieten den Milben keinen guten Lebensraum. Teppichboden sollte ebenfalls vermieden werden. Regelmäßiges Staubsaugen und Wischen ist bei glatten Fußböden aber ein Muss, damit der Staub beseitigt wird.

Tipp #8 gegen Hausstaubmilben: Keine Haustiere im Bett

So gerne du deinen vierbeinigen Begleiter hast, das Bett sollte für deine haarigen Freunde eine Tabu-Zone sein. Denn auch dein Haustier strahlt Wärme aus und verliert mit den Fellhaaren Hautschuppen, die den Hausstaubmilben Nahrung liefern.

Tipp #9 gegen Hausstaubmilben: Kuscheltiere waschen

Kuscheltiere waschen

Ein Lieblingskuscheltier hat jedes Kind, oder? Leider werden die Kuscheltiere beim Waschen oft vergessen, obwohl sie Hausstaubmilben ebenfalls einen guten Rückzugsort bieten. Deshalb sollten die Kuscheltiere allergischer Kinder in der Waschmaschine gereinigt werden. Wenn das Stofftier einen Waschgang bei 60 °C nicht aushält, kannst du es vorher 12 Stunden in die Tiefkühltruhe legen und danach bei geringerer Temperatur waschen. Alternativ kannst du die Milben auf dem Stofftier auch durch das Trocknen im Wäschetrockner abtöten.

Tipp #10 gegen Hausstaubmilben: Staubsaugen

Zwar lassen sich nie alle Hausstaubmilben aufsaugen, dennoch ist regelmäßiges Staubsaugen hilfreich, um die Anzahl der Milben zu reduzieren. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Staubsauger mit hohem Staubrückhaltevermögen und Feinstaubfilter, damit möglichst wenig Staubpartikel durch die Lüftung wieder in den Raum gelangen.

Wir hoffen, unsere Tipps helfen dir dabei, mit einem guten Gefühl und ohne Allergie-Symptome deine Nachtruhe genießen zu können!

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