Nachtschweiß: Was hilft gegen Schwitzen im Schlaf?

Nachtschweiß: Wie in der Sauna

Wenn draußen die Temperaturen in die Höhe steigen, kommt manch einer auch nachts ins Schwitzen. Nachtschweiß tritt häufig in den Sommermonaten auf, kann aber auch gesundheitliche Ursachen haben, die wetterunabhängig sind. Du fühlst dich im Schlaf auch manchmal wie in der Sauna? Wir erklären, welche Ursachen Nachtschweiß haben kann und welche Tipps dagegen helfen.

Inhalt:

1. Schwitzen im Schlaf – gut oder schlecht?
2. Ursachen für Nachtschweiß
3. Gesundheit und Nachtschweiß
4. Tipps gegen Nachtschweiß

Schwitzen im Schlaf – gut oder schlecht?

Im Schlaf zu schwitzen, ist zunächst einmal gar nicht ungewöhnlich – und auch gar nicht schlecht. Denn das Schwitzen dient dem Körper dazu, die eigene Temperatur zu regulieren, Giftstoffe auszuscheiden und einen Schutzfilm zu bilden. Meist schwitzt man auch nur so leicht, dass man im Schlaf nichts davon mitbekommt. Starker Nachtschweiß hingegen kann den Schlaf stören. Bestimmt hast du es auch schon erlebt, dass du mitten in der Nacht schweißgebadet aufgewacht bist und sich sogar das Bettzeug klamm angefühlt hat. Kein schönes Gefühl, oder?

Nachtschweiß als Schutz auf der Haut

Ursachen für Nachtschweiß

Eine Ursache für Nachtschweiß kann eine zu hohe Temperatur im Schlafzimmer sein, weshalb wir gerade im Sommer mit starkem Schwitzen zu kämpfen haben. Auch ein zu warmer Schlafanzug oder zu warme Bettwäsche kann dazu führen, dass man im Schlaf ins Schwitzen kommt.

Ein Auslöser für Schwitzen im Schlaf kann zudem die Ernährung sein. Scharf gewürztes Essen oder eine reichhaltige, deftige Mahlzeit vor dem Schlafengehen fördern das Auftreten von Nachtschweiß. Denn bei der Verarbeitung des Essens muss der Körper einiges leisten – und kommt ins Schwitzen.

Sogar ein schlechter Traum und Stress können eine Ursache dafür sein, dass du schweißgebadet aufwachst. Dann handelt es sich aber häufig eher um Ausnahmen. Anders ist es bei gesundheitlichen Ursachen.

Gesundheit und Nachtschweiß

Wie gut wir schlafen, ist oft ein Hinweis darauf, wie es Körper und Geist geht. Schlafstörungen stehen deshalb bei vielen Menschen im Zusammenhang mit psychischem Stress oder einer körperlichen Erkrankung. So verhält es sich auch beim Nachtschweiß.

Infektionskrankheiten, wie die Grippe oder Pfeiffersches Drüsenfieber, gehen häufig mit Schwitzen im Schlaf einher. Das Schwitzen hilft dem Körper, die im Fieber steigende Temperatur wieder zu senken und Giftstoffe im wahrsten Sinne des Wortes auszuschwitzen. Für den Genesungsprozess ist nächtliches Schwitzen daher sogar förderlich.

Auch Autoimmun-, Krebs- oder Stoffwechselerkrankungen sowie neurologische und psychische Erkrankungen können zu starkem nächtlichem Schwitzen führen. Erkrankungen als Ursachen für Nachtschweiß gehen meist mit anderen Symptomen einher. Wer über einen langen Zeitraum mit Nachtschweiß zu kämpfen hat, sollte zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Tipps gegen Nachtschweiß

Tipps gegen NachtschweißWie man am besten gegen Nachtschweiß vorgeht, hängt von der Ursache ab. Der solltest du also zuerst auf den Grund gehen. Einige Tipps können dir dabei helfen, starkem nächtlichen Schwitzen vorzubeugen:

  • Tagsüber genug trinken
  • Abends auf stark gewürzte und fettige Mahlzeiten verzichten
  • Luftige Kleidung tragen und leichte Bettwäsche nutzen
  • Im Schlafzimmer täglich lüften

Im Sommer ist es sinnvoll, das Schlafzimmer gegen die Sommerhitze zu schützen. Zum Beispiel kannst du die Fenster abdunkeln, damit sich der Raum durch die Sonneneinstrahlung nicht aufheizt. Vor dem Schlafen solltest du außerdem gut lüften und bei Bedarf mit einem Ventilator für einen erfrischenden Luftzug sorgen.

Im Winter dafür lieber nicht zu stark heizen – die optimale Temperatur zum Schlafen liegt zwischen 15 °C und 18 °C. Auch bei kühlen Außentemperaturen das Lüften nicht vergessen, damit ein angenehmes Raumklima herrscht und du nicht so schnell ins Schwitzen kommst.

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