Das passiert, wenn man zu viel Kaffee trinkt

14. Februar 2023

Kaffee ist ein beliebter Wachmacher am Morgen, der uns dabei hilft, schneller aus dem Bett zu kommen. Doch während eine Tasse normalerweise als unbedenklich gilt, ist das rechte Maß bei so manchem Morgenmuffel schnell überschritten. Erfahre hier, was zu viel Kaffee mit deinem Körper macht und warum du es mit dem Koffein-Booster nicht übertreiben solltest, wenn du später erholsamen Schlaf genießen willst.

Kaffee am Morgen: Gesund oder gefährlich?

 

Ob als Muntermacher bei der Morgenroutine oder als Koffein-Kick am Nachmittag – Kaffee gehört für die meisten zum Tagesablauf unbedingt dazu. Das Genussmittel hat dabei durchaus einen gesundheitlichen Nutzen und gilt in moderaten Mengen normalerweise als gut für uns. Doch dieser gesundheitliche Nutzen verkehrt sich irgendwann ins Gegenteil: Wer zu viel Kaffee konsumiert, muss mit Nebenwirkungen rechnen. Diese reichen von lästig bis beängstigend und sind ein Warnsignal deines Körpers, dass du es mit dem Kaffee ein wenig übertrieben hast. Aber woran liegt es, dass zu viel Kaffee den Körper vor eine Herausforderung stellt? Ist es am Ende ein Übermaß an Koffein und liegt die Grenzschwelle der Verträglichkeit bei jedem Menschen gleich hoch? Wir verraten dir, wie du dein Lieblingsgetränk weiterhin genießen kannst, ohne dein Wohlbefinden negativ zu beeinflussen.

 

Kaffee genießen

Zu viel Kaffee: Koffein-Überfluss sorgt für Probleme

 

Kaffee sorgt für einen willkommenen Energieschub am Morgen. Gerade wenn du Probleme mit dem Aufstehen hast, weißt du die belebende Wirkung des Heißgetränks vielleicht zu schätzen. Verantwortlich für den Wachmacher-Effekt ist das in Kaffee enthaltene Koffein. Die in einer Tasse Kaffee enthaltene Dosis von rund 100 Milligramm Koffein hat eine aufputschende Wirkung, die fast sofort einsetzt:  Erhöhter Herzschlag, beschleunigte Atmung und ein Anstieg der Körpertemperatur sorgen dafür, dass du dich auf einmal hellwach fühlst. Dabei reichen schon geringe Mengen an Koffein aus, um Müdigkeit vorrübergehend verschwinden zu lassen. Das Problem bei Kaffee ist, dass auf den rasanten Energieschub oft nicht minder schnell ein Koffein-Crash folgt. Und dann greifen die meisten zur nächsten und übernächsten Tasse, um sich wieder leistungsfähig zu tun. Zu viel Kaffee ist jedoch keine gute Idee, denn der regelrechte Koffein-Überfluss setzt in deinem Körper eine Kaskade an Reaktionen frei.

Anzeichen, dass du zu viel Kaffee trinkst

 

Ab wann hast du zu viel Kaffee getrunken? Nach zwei, drei oder zehn Tassen? Gerade langjährige Kaffeegenießer haben oft eine höhere Toleranzschwelle als Gelegenheitskonsumenten. Doch auch ihr Körper schlägt irgendwann Alarm. 400 Milligramm Koffein gelten als gesunder Richtwert für gesundheitlich nicht vorbelastete Menschen. Das ist in etwa die Menge, die in vier Tassen Kaffee enthalten ist. Wenn du eines der folgenden Anzeichen bemerkst, hast du es wahrscheinlich mit dem Kaffeetrinken übertrieben.

 

#1 Übelkeit und Magenschmerzen

Zu viel Kaffee kurbelt die Bildung von Magensaft über das normale Maß hinaus an, wodurch die Klappe zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr richtig schließen kann. Ist dies der Fall, kann der saure Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigen, was Beschwerden wie Aufstoßen und Sodbrennen zur Folge hat. Gerade, wenn du einen empfindlichen Magen hast und auf leeren Bauch zu viel Kaffee auf einmal trinkst, könnte Übelkeit drohen.

 

Kaffee Sodbrennen

 

Verantwortlich ist nicht das im Kaffee enthaltene Koffein allein. Auch die Säuren und Bitterstoffe im Kaffee gehören zu den Übeltätern. Schraube deinen Kaffeekonsum lieber ein wenig herunter, um das Problem zu umgehen. Zusätzlich kannst du auf Espresso umsteigen: Durch die längere Röstdauer der Bohnen wird mehr Säure abgebaut, was Espresso für viele Menschen bekömmlicher macht.

 

#2 Schweißausbrüche

Hast du den ganzen Morgen Kaffee getrunken und plötzlich bricht dir der Schweiß aus? Dein liebster Wachmacher kann tatsächlich die Schweißproduktion ankurbeln. Normalerweise merken Kaffeekonsumenten von der schweißtreibenden Wirkung des Getränks nicht viel, wenn sie eine Einzeldosis von 200 mg Koffein nicht überschreiten. Nimmst du allerdings in kurzer Zeit deutlich mehr Koffein auf, kann der Muntermacher schnell zur schweißtreibenden Angelegenheit werden. Zu viel Koffein reizt und stimuliert unser zentrales Nervensystem so stark, dass es die Pumpleistung des Herzens und den Blutdruck zu schnell hochfährt. Dies führt zur Aktivierung der Schweißdrüsen und plötzlich bricht dir aus allen Poren der Schweiß aus. Wenn du starkes Schwitzen nach deinem Kaffeekonsum bemerkst, solltest du das Getränk in kleineren Dosen besser über den Tag verteilen. Auch ein Umstieg auf entkoffeinierten Kaffee kann Personen helfen, die zu starkem Schwitzen neigen.

 

#3 Schwindel und Kreislaufprobleme

Hoch dosiertes Koffein wirkt sich auf dein Herz-Kreislauf-System aus. Nach dem Kaffeegenuss steigen zunächst die Herzfrequenz und der Blutdruck, was Schwindel entgegenwirkt. Doch wenn du zu viel Kaffee trinkst, müssen sich die kleineren Blutgefäße immer mehr weiten. Die Folge: Der Blutdruck sinkt plötzlich. Fällt er zu niedrig, sind Schwindelattacken bis zu einer Ohnmacht möglich. Wenn sich in deinem Kopf plötzlich alles zu drehen beginnt, ist es definitiv zu viel des Guten gewesen. Am besten schließt du die Augen, legst die Füße hoch und schränkst demnächst deinen Kaffeekonsum ein.

 

#4 Schlafprobleme

Erholsamer Schlaf ist wichtig, damit du dich am nächsten Morgen gut erholt und leistungsfähig fühlst. Aber wenn du zu viel Kaffee trinkst, riskierst du eine Beeinträchtigung deiner Nachtruhe. Kann das Koffein nicht rechtzeitig von deinem Körper abgebaut werden, wirkt es sich negativ auf den Schlafzyklus aus.

 

besser schlafen

 

Koffein hat eine Halbwertszeit von etwa sechs Stunden. Das bedeutet, dass dein Körper so lange braucht, um das aufgenommene Koffein zur Hälfte abzubauen. Bei schwangeren Frauen wird Koffein sogar noch langsamer verstoffwechselt, sodass diese, wenn überhaupt, nur morgens ein bis zwei Tassen Kaffee trinken sollten. Koffein reduziert insbesondere die Zeit des Tiefschlafs, sodass du dich morgens nicht ausgeruht fühlst. Langfristig führt Schlafmangel zu Konzentrationsproblemen, Gedächtnisstörungen und mangelnder Leistungsfähigkeit. Als Schlummertrunk solltest du daher am Abend auf koffeinfreien Tee umsteigen. So steht einer entspannten Nachtruhe nichts im Weg!

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