Einschlafen mit Kuscheltier: Deshalb sind Teddy und Co. so wichtig

05. Februar 2024

Kuscheltiere gehören zur Ausstattung eines Kinderbettes einfach dazu. Bestimmt hattest du früher auch ein Stofftier, ohne das dir das Einschlafen beinahe unmöglich erschien, oder? Kein Wunder, es gibt kaum etwas Schöneres, als sich abends nach einem anstrengenden Tag in sein Bett zu kuscheln. Ein weiches Kuscheltier macht es gleich noch gemütlicher und vermittelt das Gefühl, nicht alleine zu sein. Wie sich die Gesellschaft von einem Plüschtier auf das Einschlafen und den Schlaf auswirkt, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Kuscheltiere im Schlafzimmer nur für Kinder?

 

Ob Kuschel-, Plüsch- oder Stofftier, die süßen Begleiter finden sich bei nahezu jedem Kind wieder – bis die Spielzeuge in der Pubertät zu „uncool“ werden und dann nicht mehr auf dem Bett sitzend, sondern darunter liegend gefunden werden. Dabei führen wir unsere ersten innigen Beziehungen mit Kuscheltieren und diese Liebe hält oft ein Leben lang. Nüchtern betrachtet zählen unsere kuscheligen Begleiter im Bett nämlich zu dem, was man in der Psychologie als „Übergangsobjekte“ bezeichnet: Sie helfen uns, egal ob klein oder groß, jung oder alt, beim Verarbeiten von Emotionen wie Trauer und Wut, beim Vermissen, bei Trennungsängsten – und selbstverständlich auch beim Einschlafen. Kuscheltiere unterstützen Kinder dabei, ohne Mama und Papa zurecht zu kommen. Doch spätestens mit der Pubertät wird das geliebte Tier wie anderes Spielzeug auch an jüngere Geschwister weitervererbt oder landet in einer Kiste auf dem Dachboden. Einfach, weil man es nicht mehr als Tröster und Einschlafhilfe braucht. 

 

Es kommt aber vor, dass nach ein paar Jahren Katze, Hund, Hase oder Bär wieder hervorgeholt werden und im Schlafzimmer der Erwachsenen einziehen. Sobald sich Besuch ankündigt, lassen die meisten von uns das Spielzeug aus Kindheitstagen allerdings sofort verschämt hinter einer Schranktür oder im Bettkasten verschwinden. Im Erwachsenenalter noch Kuscheltiere wie beispielsweise einen Teddybär zu besitzen, ist den meisten Mädchen und Jungs nämlich ganz schön peinlich! Das muss aber nicht sein, denn wer einen schlechten Tag hat, darf ruhig auf sein altes Plüschtier zurückgreifen und sich wieder so geborgen fühlen, wie in Kindertagen

Kuscheltiere als Einschlafhilfe

Babys und kleine Kinder haben im Gegensatz zu Erwachsenen noch ein viel unbeschwerteres Verhältnis zu ihren Kuscheltieren. In den Augen eines Kindes sind Teddy, Hase oder auch Fuchs und Pinguin große Spielgefährten und beste Freunde, die immer an ihrer Seite sind und am liebsten überall mit hingenommen werden – natürlich auch ins Bett! Kuscheltiere sind Helden, die Kinder zuverlässig vor der Dunkelheit oder dem Monster unterm Bett beschützen können! Durch das Tier fühlen sich Kinder sicher und haben weniger Probleme mit dem Einschlafen. 

 

Auch eine Klassenfahrt oder das Übernachten bei einem Freund oder einer Freundin verlangt geradezu nach der Begleitung eines Kuscheltiers. Denn dort sind Mama und Papa nicht in der Nähe und die Umgebung ungewohnt. Umrisse von Möbeln im Halbdunkel und Geräusche im Haus wirken dann schnell besorgniserregend – und hindern die Kleinen am Einschlafen. Auch beim Urlaub in einer ungewohnten Umgebung dürfen die Plüschtiere nicht fehlen. Denn sie geben Kindern im wahrsten Sinne des Wortes Halt, dienen als seelische Unterstützung und helfen ihnen sich in der Welt zurechtzufinden. 

 

Ein Kuscheltier eignet sich perfekt zum Verschenken – vor allem für ein Kind oder Baby. Ob in braun, beige, weiß und grau oder doch lieber rot, grün und blau, Kuscheltiere kommen heutzutage in jeder Farbe, Form und Größe daher. Einfach das Lieblingstier in der Lieblingsfarbe auswählen und schon hast du das perfekte Geschenk. 

So sorgen Teddy und Co. für entspannten Schlaf

 

So beliebt die Methode des Einschlafens mit Kuscheltieren auch ist, ihre Wirksamkeit ist von der Schlafforschung bisher noch nicht gründlich erforscht worden. Warum sie trotzdem für guten Schlaf sorgen kann, lässt sich mit der Macht der Berührung begründen. Wohltuende Berührungen setzen sogenannte „Glückshormone“ im Körper frei. Kuscheln macht glücklich, könnte man sagen! 😊 Darum brauchen sich auch Erwachsene nicht zu schämen, wenn sie mal zum Kuscheltier greifen. Wenn Partner oder Partnerin weit weg sind, zum Reden gerade niemand da ist und eine Schulter zum Anlehnen fehlt, leistet der alte Teddy gerne noch einmal seinen Dienst. Bei Liebeskummer, Heimweh und anderen Sorgen spenden Kuscheltiere Trost und helfen dabei, trotz allem einschlafen können. 

Noch dazu finden es viele Menschen einfach bequem, mit einem Kuscheltier im Arm zu schlafen. Der weiche Stoff erzeugt Wärme und ein behagliches Gefühl, wenn die Wange das kuschelige Plüsch von Hund, Bär oder Löwe berührt. Also holt euer Lieblingskuscheltier von damals ruhig mal wieder hervor – der Herbst ist doch die beste Kuschelzeit!

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