Schlafposition in der Schwangerschaft – endlich wieder gut schlafen

30. November 2021

Je mehr dein Bauch in der Schwangerschaft wächst, desto größer wird die Vorfreude, bald dein Baby in den Armen halten zu können. Jedoch kennen viele werdende Mütter die Herausforderung, mit fortschreitender Schwangerschaft eine bequeme Schlafposition zu finden. Wir haben ein paar Tipps, wie du in der Schwangerschaft eine gute Schlafposition findest und wieder besser schlafen kannst.

Schlaf in der Schwangerschaft

Schlaf ist für deinen Körper wichtig, denn er muss in der Schwangerschaft einiges leisten! Wenn du schwanger bist, wird sich dein Schlaf aber verändern. Je nach Trimester und Wachstumsphase des Babys kann es schwer sein, eine bequeme Schlafpositionen zu finden und durchzuschlafen. Zum Beispiel weil sich Baby viel bewegt, du ständig zur Toilette musst oder dich bereits die Nervosität vor der Geburt vom Schlaf abhält. Auch der Schlafbedarf kann variieren. Solltest du merken, dass du deutlich mehr Schlaf brauchst und trotzdem tagsüber unter Müdigkeit leidest, solltest du deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt darauf ansprechen – besonders wenn beispielsweise Schwindel oder Übelkeit hinzukommen.

 

Schlafen auf dem Bauch?

Wenn du Bauchschläferin bist, wird die Umstellung sicher schwerfallen, diese Schlafposition in der Schwangerschaft nicht mehr einzunehmen. Doch keine Sorge, du musst nicht von heute auf morgen auf die Bauchlage verzichten. Die ersten Wochen und Monate der Schwangerschaft kannst du nutzen, um dich umzugewöhnen. Wenn dein Bauch wächst, ist es nämlich irgendwann gar nicht mehr möglich, bequem auf dem Bauch zu liegen. Daher wirst du dich ab diesem Zeitpunkt automatisch für eine andere Schlafposition entscheiden.

 

Schlafen auf dem Rücken

Zu Beginn der Schwangerschaft kannst du unbesorgt auf dem Rücken schlafen, solltest diese Schlafposition aber im letzten Drittel meiden. Häufig führt die Rückenlage zu Unwohlsein oder Übelkeit. Gerade, wenn es auf die Geburt zugeht, hat der Bauch meist ein hohes Gewicht und drückt in Rückenlage auf die im Rücken verlaufende Hohlvene. Diese gehört zu den wichtigsten Venen im Körper, da sie Blut vom unteren Teil des Körpers zum Herz transportiert. Wird über längere Zeit Druck auf die Vene ausgeübt, kann das Vena-Cava-Syndrom entstehen, bei dem Schwangere Schwindel, Übelkeit, Atemnot oder sogar Bewusstlosigkeit erleben. Dadurch ist auch die Sauerstoffzufuhr des Babys beeinträchtigt. Wenn du also in der Nacht aufwachst und auf dem Rücken liegst, besser auf die linke Seite drehen! Übrigens: der Körper merkt meist selbst, wenn du zu lange in einer Position liegst oder diese nicht optimal für dich und dein Kind ist – daher wechseln wir im Schlaf unwillkürlich unsere Liegeposition oder wachen zwischendurch auf.

 

Die beste Schlafposition in der Schwangerschaft: die Seitenlage

Schlafposition für SchwangereDie Seitenlage gilt als die beste Schlafposition in der Schwangerschaft. Auf der Seite zu liegen, ist gerade mit dem wachsenden Babybauch deutlich angenehmer als auf dem Bauch oder auf dem Rücken liegend zu schlafen. Daher nehmen viele Schwangere diese Schlafposition ganz von selbst ein – ein menschlicher Instinkt sozusagen.

 

Tatsächlich ist aber das Schlafen auf der linken Seite eher empfohlen als auf der rechten Seite. Wenn du in der Schwangerschaft viel auf der rechten Körperseite liegst, kann das Sodbrennen fördern. Zudem ist die Durchblutung auf der anderen Seite etwas besser.

 

Der Grund: wenn du auf der linken Seite liegst, werden die Organe weniger eingeengt, sodass dein Baby optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann. Außerdem kann das Blut optimal zirkulieren, was für dich ebenso wie für ein Kind wichtig ist.

 

Tipps für guten Schlaf in der Schwangerschaft

Abends fällt dir auf, dass du tagsüber zu wenig getrunken hast, und du leerst noch schnell ein großes Glas Wasser vor dem Zubettgehen? Das solltest du möglichst vermeiden, damit du nachts nicht ständig aufwachst und zur Toilette musst. Versuche über den Tag verteilt genug zu trinken, anstatt abends zu viel Flüssigkeit aufzunehmen. 

 

Wenn es mit dem (wieder) Einschlafen nicht so gut klappt, können Entspannungs- und Atemübungen helfen. Vor allem in der ersten Schwangerschaft oder im letzten Drittel können die Sorgen vor der Geburt zum Entspannungs-Killer werden. Rede mit deinem Schatz oder einer vertrauten Person darüber und probiere durch meditative Übungen zur Ruhe zu kommen.

 

Schlaf in der Schwangerschaft

 

Wenn du bisher eher zur Rücken- oder Bauchlage zum Schlafen tendiert hast, kann ein Seitenschläfer- oder Still-Kissen dabei helfen, sich an die neue Schlafposition in der Schwangerschaft zu gewöhnen. Darüber hinaus können auch allgemeine Schlafrituale deinen Schlaf unterstützen. Dazu gehören:

  • Entspannungsbad am Abend 
  • Die Erlebnisse des Tages aufschreiben, um den Kopf freizubekommen 
  • Smartphone eine Stunde vor dem Schlafengehen ausschalten 
  • Ruhige Musik oder einen beruhigenden Podcast hören 

Häufig nehmen trotz aller Bemühungen Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen in den letzten Schwangerschaftswochen zu. Sei geduldig und nachsichtig mit deinem Körper und versuche, die Vorfreude auf deinen Nachwuchs auszukosten – nun dauert es schließlich nicht mehr lange!

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