Wenn das Ehebett zum Familienbett wird…

Schlafen im Familienbett

Wenn das Ehebett zum Familienbett wird… freuen sich alle oder ist es aus mit der Ruhe? Da scheiden sich die Geister. Werdende Eltern stehen bei den Vorbereitungen für den Nachwuchs vor der Frage, wo das Baby schlafen soll. Das Familienbett ist dabei oft im Gespräch, zumal das gemeinsam geteilte Bett von Eltern und Kindern als „Co-Sleeping“ gerade wieder im Trend liegt.

1. Vorbehalte gegen das Familienbett
2. Vorteile des Familienbettes
3. Regeln für das Familienbett

Vorbehalte gegen das Familienbett

Während sich die einen nichts Schöneres vorstellen können, als mit ihrem Kind in einem Bett zu schlafen, stehen die anderen dem Familienbett kritisch gegenüber. Allen voran wird die Sicherheit des Babys diskutiert. Im gemeinsamen Bett mit den Eltern gibt es gerade für Säuglinge einige Gefahrenquellen: Angefangen von einer zu weichen Matratze über die Besucherritze bis hin zur Bettdecke. Beistellbetten sind daher eine beliebte Lösung, um das Baby nah bei sich zu haben und es sicher gebettet zu wissen.

Ein weiterer Kritikpunkt von Eltern ist der Schlafmangel. Wenn sich alle ein Bett teilen – womöglich sogar mit zwei Kindern – kriegen alle weniger Schlaf. Diesen Einwand kann man pauschal weder bestätigen noch widerlegen. Denn wie oft ein Baby nachts aufwacht und dabei seine Eltern weckt, ist von Kind zu Kind verschieden. Wird das Baby gestillt, ist es durchaus praktisch, dass die Mama nicht extra aufstehen muss, um das Baby an die Brust zu lassen. Bekommt das Kind die Flasche, müssen die Eltern aber ohnehin aufstehen. Hier muss jeder die Lösung finden, die für die eigene Familie am besten funktioniert.

Sind die Kinder einmal im Familienbett, wollen sie so schnell nicht wieder raus. Das ist eine Annahme, die im Zusammenhang mit dem Co-Sleeping immer diskutiert wird. Tatsächlich kann es Kindern, die das Bett mit den Eltern teilen, schwerfallen, alleine einzuschlafen. Dann brauchen Eltern mehr Geduld in der Umgewöhnungsphase. Genauso kann es aber sein, dass das Kind von sich aus im eigenen Bett schlafen will – weil es jetzt „groß“ ist. 😉 Auch hier gilt weder: Die Eltern entscheiden, ob und wie lange ihr Kind bei ihnen schlafen darf.

Familienbett - Schlafen mit Baby

Vorteile des Familienbettes

Das Familienbett hat den Skeptikern zum Trotz auch einige Vorteile. Vor allem für die Bindung der Eltern zum Kind kann das Teilen des Bettes gut sein. Körperwärme zu spüren, wirkt beruhigend auf das Baby, sodass die nächtlichen Unterbrechungen meist recht kurz bleiben.
Dadurch, dass das Baby direkt im Bett gestillt werden kann, kann auch die Mama nach dem Stillen schnell weiterschlafen. Erst aufstehen, ins Kinderzimmer gehen, das Baby dort stillen und wieder zum Schlafen hinlegen, das dauert alles eine Weile. Ist Mama direkt greifbar, braucht das Baby auch nicht so lange zu schreien, wenn es Durst hat. 😉

Familienbett Vorteile

Wenn einige wichtige Regeln beachtet werden, kann das Schlafen im Familienbett für den Säugling sogar sicherer sein. Bei Neugeborenen ist der Atemrhythmus noch nicht so gefestigt, wie bei Kleinkindern und Kindern. Deshalb kann es zu Atemaussetzern von wenigen Sekunden kommen, was aber normal ist. Hier hat das Familienbett einen positiven Effekt: Wenn das Baby die Atmung der Eltern neben sich wahrnimmt und hört, stimuliert das die Atmung des Babys.

Regeln für das Familienbett

Klar, Co-Sleeping sorgt für schöne Momente als Familie. Damit alle möglichst sicher und gut schlafen können, sollten im Familienbett aber einige Regeln gelten. Wir haben die wichtigsten Regeln für euch zusammengestellt:

Das richtige Bett

Das Bett für die ganze Familie darf nicht zu klein sein. Am besten ist eine Matratzenbreite ab 140 cm geeignet, beim Co-Sleeping mit Baby sogar ab 180 cm. So haben alle genug Platz. Zu weich sollte die Matratze nicht sein, da das Baby darin zu leicht einsinken und dadurch in eine Position gelangen kann, in der es nicht richtig atmen kann. Außerdem darf es keine Besucherritze geben – denn die ist eine Gefahrenquelle. Schlaraffia Matratzen als Love-Edition bieten eine durchgängige Liegefläche und sind damit auch super fürs Familienbett geeignet.

Die Eltern sind nüchtern

Eltern haben meist nur einen leichten Schlaf, wenn ihr Kind neben ihnen liegt. So sind sie affin für mögliche Gefahren. Alkohol und Drogen, aber auch Medikamente können dazu führen, dass man in längere Tiefschlafphasen verfällt – und dann ist die Sicherheit des Nachwuchses beeinträchtigt. Denn dann kann es tatsächlich sein, dass die Eltern unbemerkt auf das Kind rollen oder dessen Atmung behindern.

Nur Nichtraucher erlaubt

Im Familienbett dürfen nur Nichtraucher schlafen. Denn auch wenn drinnen nicht geraucht wird, setzt sich Zigarettenrauch auf der Haut und in den Haaren und dadurch auch in der Bettwäsche fest. Um die empfindlichen Organe des Babys zu schützen, ist das Co-Sleeping mit einem Raucher deshalb komplett tabu.

Tiere müssen draußen bleiben

Auch, wenn Hund oder Katze zur Familie dazugehören, im Familienbett haben sie nichts verloren. Denn dadurch, dass die Tiere Wärme suchen und sich an den Säugling kuscheln, können sie dessen Atemwege bedecken oder für Überhitzung sorgen – was die Eltern im Schlaf nicht merken. Die Vierbeiner dürfen deshalb nicht mit ins Bett.

Das Bett nicht überladen

Nicht nur im Familienbett, sondern auch im Babybett gilt: Das Bett sollte so leer wie möglich sein. Kissen oder Kuscheltiere können für Säuglinge gefährlich werden, weil sie Ersticken, Überhitzen oder Unfälle verursachen können. Babys können sich in den ersten Lebensmonaten nämlich nicht alleine aus einer Notlage befreien. Im Familienbett sollte das Baby deshalb im Babyschlafsack schlafen, nicht unter der Bettdecke der Eltern. Damit sich der Säugling hier nicht verheddern kann, liegt das Baby am besten auf Kopfhöhe der Eltern.

Keine Kinder nebeneinander schlafen lassen

Geschwisterkinder sollten nicht neben einem Baby schlafen, denn Kinder schlafen oft unruhig und können dadurch den Säugling ungewollt verletzen oder beim Atmen behindern. Außerdem haben Kinder nicht die Instinkte der Eltern, die sie bei gefährlichen Berührungen erwachen lassen. Besser ist es, wenn Mama oder Papa zwischen den Kindern liegen.

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